Antalya   

Antalya ist das erste Reiseziel für Sonnenhungrige, Schnorchler, Segler, oder auch Hobbyarchäologen. Die bevorzugten Urlaubsgebiete teilen sich von West nach Ost auf, das sind Kemer, Antalya, Belek, Side, Manavgad, Incekum, und Alanya. Kletterer finden in der Aladaglar-Kette im Zentraltaurus zwischen Nigde und Adana eine tolle Herausforderung, denn sie bietet im Westen von Antalya Gipfel mit 3.086 m (Kizlarsivris) und von Kemer aus 2.360 m (Tahtali-Gipfel).

Antalya ist eine verhältnismäßig junge Stadt. Erst 158 v. Chr. trat König Attalos von Pergamont als Gründer auf. Die Stadt hieß früher Attaleia. Als 130 n. Chr. Kaiser Hadrian die Stadt besuchte wurde ihm zu Ehren ein Tor errichtet, das noch heute zu besichtigen ist. Als wichtiger Hafenplatz wurde die Stadt von Kreuzfahrern zur Einschiffung Richtung Palästina benutzt. 1207 eroberte der Sultan Keyhusrev I. Antalya. Von 1391 bis 1918  herrschten hier die Osmanen, zu den Sehenswürdigkeiten zählt das oben erwähnte Hadrians-Tor. Südöstlich vom Hafen findet man Hidirlik Kulesi, einen 14 m hohen, zweistöckigen Turm  aus dem 2. Jh. der vermutlich als Leuchtturm diente. Murat Pasa Camii, ist eine Moschee aus dem 16. Jh. mit einem schönen Kachelschmuck. Yivli Minare (das kannelierte Minarett) von Seldschuken-Sultan Ala üd-Din Keykubat, ist heute das Wahrzeichen der Stadt. Sie wurde von 1219-1238 erbaut. In der Nachbarschaft befindet sich die Koranschule und eine achteckige Pyramide, die als Mausoleum von Zincirkiran Mehmed Bey in auftrag gegeben wurde. In Aspendos, in der Umgebung von Antalya findet man das besterhaltenste Theater der Antike. 

Manavgat ist eine kleine Stadt und befindet sich rund 84 km östlich von Antalya. Beliebt bei den Touristen ist die Fahrt auf dem Fluss Manavgat. Zahlreiche Ausflugsboote fahren den Fluss entlang. Sehr schön ist auch der große Markt. Abgedeckt unter Sonnenschirmen präsentiert sich hier eine Vielfalt an Früchten und exotischen Gewürzen. Auch Souvenirs in jeder Form kann man hier käuflich erwerben. Handeln ist Pflicht und das überprüfen der Ware ratsam. 

Alanya war ein berüchtigtes Piratennest. Die Herrschaft wechselte sich zwischen Römer,  Byzantiner, Araber und Armenier immer wieder ab, bis im Jahr 1221 die türkische Ära begann. Sehenswert ist hier die Burg, eine seldschukische Befestigungsanlage. Zu einem beliebten Mitbringsel sind die handgeknüpften Teppiche geworden. Es gibt sie in allen Größen, Farben und Qualitäten. Die Damlatas-Höhle, eine feuchtwarme Tropfsteingrotte kann man Tausende von Stalaktiten bewundern. Der roter Turm mit 33 m Höhe und 30 m im Durchmesse ist das interessanteste Bauwerk Alanyas. Das achteckige Bauwerk wurde im Jahr 1226 erbaut und man gelangt durch steile Steintreppen in die verschiedenen Etagen. Im Atatürk Museum kann man sehen wie die Bürger in den 30er Jahren hier gewohnt haben, der Name wurde dem Museum 1935 gegeben als Atatürk offizieller Gast war.

Am Abend begibt man sich am besten in sein Hotel zurück, und lässt bei einem Glas Raki den Tag Revue passieren. Auch ein Spaziergang am Strand ist in den lauen Nächten eine herrliche Erfrischung. Hobbyastronomen empfehle ich den Nachthimmel ganz genau zu beobachten. Man kann aber auch zu lauter Disco-Musik das Tanzbein bis früh in den Morgen schwingen. So bleibt nur zu sagen "Hos geldin Antalya !"

Die Bilder wurden mit freundlicher Genehmigung von Josefa und Gerhard Saling zur Verfügung gestellt, DANKE !